Matomo
Digiwerft

Digitales Camping
Wir bauen Contao-Zelte

Im Mai stand zeltloses Camping in München im Kalender. Das Team der DIGIWERFT brach gemeinsam mit einigen LUPCOM-Kollegen auf zum Contao Camp, einem kleinen aber feinen Community-Treff im Tagungszentrum der Münchner Aidshilfe. Dort schlugen wir unsere Heringe in den fruchtbaren Boden der Erkenntnisse, um uns ein Update in Sachen Entwicklungsarbeit abzuholen. Das Laden hat gar nicht lange gedauert, da haben wir erfahren: LUPCOM ist eine der größten Contao-Agenturen in Deutschland. Chapeau!

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Acht Stunden Autofahrt für ein ganzes Wochenende voller individueller Weiterbildungsinhalte sind doch ein Klacks! – dachten wir uns und stiegen gegen halb zehn an einem Freitagvormittag in unser Transportmittel. Vier Männer auf einer Mission: unser Wissen über das Content Management System CONTAO auf ein neues Level bringen. 788km später waren wir zwar nicht mehr ganz so taufrisch wie am Morgen, schlechte Laune hatte aber keine Chance, sich einzuschleichen. Nachdem wir in unser einfaches aber gemütliches Hotel eingecheckt hatten, ging es direkt per Taxi weiter zum Get-together auf der alten Utting – einem umgebauten Ausflugsdampfer, der einen sonderbaren Anblick bot, denn weit und breit war kein Wasser in Sicht. Dafür wurde die alte Utting, nachdem sie ihren Soll auf dem Wasser erfüllt hatte, auf dem massiven Holzfundament einer alten Eisenbahnbrücke mitten in München gebaut. Kein Meeresrauschen, dafür der tüchtige Straßenlärm und ein Blick aufs Münchner Straßennetz, das von einem Schiff aus schon was Einmaliges war.

AHOI! Wir stechen in den Abend

Wo, wenn nicht auf einem Schiff, sollte sich die DIGIWERFT wohlfühlen? Also stürzten wir uns ins feuchtfröhliche Vergnügen und tasteten uns an die anderen wissbegierigen Contao-ler heran. Der Abend entpuppte sich als sehr lustig mit den ersten neuen und altbekannten Kontakten und ganz ohne Seekrankheit.

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CONTAO rocks!

Der erste gemeinsame Kaffee läutete am Samstagmorgen um acht Uhr die Eröffnung des Contao Camps im Tagungszentrum der Münchner Aids-Hilfe ein. Bei leckeren Brötchen, Kuchen und – Achtung! –BUTTERBREZEN (!) hieß Aufgabe Nummer eins „Stell dich vor!“

#ostsee

#entwickler

#php

#contao

Die lockere Stimmung täuschte nicht und so warfen wir in einer offenen Diskussionsrunde unsere Ideen für die Tagesgestaltung in den Raum. Deshalb gilt das Contao Camp auch als „Unkonferenz“. Kein festgezurrter Ablauf, den man schlussendlich doch nicht einhielt, sondern das Miteinander, was praktische Ideen hervorbringt. Innerhalb der Contao-Community kennt man sich. Oder lernt sich schnell kennen. Der DIGIWERFT gefällt das!

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Ein Session-Marathon mit vollen Wissenscontainern

Das, was sich da beim gemeinsamen Brainstorming ergeben hat, machte schon Einiges her. Sessions über Sessions, von Backup Scripts über Meta Models bis hin zu Isotope und Gitlab. Jeweils 45 Minuten waren für einen Sprecher angedacht und in die Rolle eines Sprechers konnte theoretisch jeder von uns Teilnehmern schlüpfen. Päuschen und Networking bringen die auf Hochtouren laufenden Gehirnzellen wieder auf Trab, so die Idee der Unkonferenz Für die Technikbegeisterten unter euch und die, die es werden wollen, hier ein wenig Contao-Luft zum Schnuppern.

1. Session: Backup Script & Update

Backups sind wichtig! Wiiiirklich wichtig! Das war zweifelsohne die Message im ersten Workshop. Wir haben alternative Backup-Lösungen aufgeschnappt und gelernt, dass man Backup-Lösung zukünftig direkt in Contao integrieren kann.

2. Session: Meta Models for Greenhorns

In dieser Session wurde uns im Schnelldurchlauf gezeigt, wie man Meta Models-Listenmodule umsetzt. Dabei sind die Feature groß: Unterschiedliche Views lassen sich im Front- wie auch im Backend ganz easy umsetzen. Filter können genauso schnell eingerichtet, wie Tabellen verknüpft werden.

3. Session: Zeig mir Isotope

Isotope kennt ihr aus dem Chemie-Unterricht? In unserem Fall können sie konfiguriert werden. Oder eher noch: es. Das E-Commerce-Programm Isotope, mit dessen Hilfe so ziemlich alles im Contaobasierten Online-Shop individuell angepasst werden kann. Bestes Beispiel: der Online-Shop des Start-ups FEEL GOOD COFFEE, in dem ihr kompostierbare Kaffeekapseln bestellen könnt. Im Raum standen Fragen wie „Wann benutzt man Isotope?“ und „Sind komplexe Versandregeln möglich?“ Da fühlte sich auch unser Christopher angesprochen. Er teilte seine Erfahrungen, die er durch unser FEEL GOOD COFFEE-Projekt gesammelt hat, kurzerhand mit den Anwesenden und erklärte einige Hürden in Hinsicht auf B2B und Miss Konfiguration. Das geht nur bei der Contao-Unkonferenz ;)

Weitere Contao-Knowledge Updates

  • wie man „Start“-Bundles baut
  • Nachteil von selfhosted Gitlab = regelmäßige Updates
  • Problemlösungsansätze zum Bug der Frontendvorschau bei Multidomain-Projekten
  • Altersklassifizierung bei Webseiten via XML
  • mit Shadow-DOM lassen sich einzelne Componenten rendern

Die DIGIWERFT Docker-Umgebung

Das entspannte Pizzaessen nach dem ersten erfolgreichen Session-Day verriet noch nicht, was gleich auf uns zukommen sollte: DIGIWERFT & LUPCOM im Rampenlicht. Und das gleich zweifach.

Der Hackathon verlief zwar etwas anders als geplant, aber da Planung eh kein Prinzip des Barcamps war, passte das wieder wunderbar ins Bild. Weniger klicken, mehr chatten. Wir hatten die Möglichkeit, bei Issues mitzuwirken und Pull requests zu machen. Und ganz plötzlich schienen die sprichwörtlichen Scheinwerfer auf uns. Team DIGIWERFT Schrägstrich LUPCOM stellte sich gesondert vor. Wir gaben eine kleine Einführung in unsere Docker-Umgebung und tauschten uns über die Möglichkeiten zur Mitwirkung in der Contao-Community aus. Eine Idee: Ein Stammtisch in unserer geliebten Hansestadt am Meer. Dass das nicht nur so daher geredet war, seht ihr hier:

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Anderer Ort, gleiche Zeit: Bei der Generalversammlung ab 19 Uhr entschied sich unser Werftdirektor spontan dazu, aktives Mitglied der Contao Association zu werden. Mitglied waren wir schon vorher, nur das Stimmrecht fehlte noch. Mit diesem Level-Up durfte er auch sofort an der Wahl des Vorstandes teilnehmen. Informiert, Kreuzchen gemacht und in die Box. Jede Stimme zählt – gilt auch hier.

Container stapeln am Sonntag

Tag III. Wir pickten uns an der selbst zusammengestellten Orga-Tafel fleißig weiter die Sessions heraus, die uns am meisten ansprachen. Zum Beispiel die Session über das CMS Hugo, das ein wunderbar einfach schreibbares Seitenformat bereithält. Das kann man hervorragend für Wikis oder Dokus nutzen. Die vielen kostenlosen Templates sind darüber hinaus ein echter Bonus. Wieder ein Knowledge Update! Und dann waren auch schon wieder wir selbst dran. Unser Plädoyer über Container und was man mit ihnen alles machen kann traf auf offene Ohren. Christopher und Ivo stießen eine rege Diskussion über ihren aktuellen Entwicklungsstand in Sachen Docker-Container an und machten auf tückische Fallstricke aufmerksam. Schien gut anzukommen, wie unsere Jungs da präsentierten. So ging auch das Feedback runter wie Öl.

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Den Abschluss des Session-Marathons bildete der Austausch über die Entwicklungsumgebung von Symfony. Eine Präsi von Fabien Potencier zeigte einige neue Möglichkeiten, um mit dem in PHP geschriebenen Webframeworks lokal zu entwickeln. Wir haben uns abgespeichert, wie man eine Entwicklungsumgebung inkl. Proxy und SSL fast & unfurios einrichtet. Auch weitere Komponenten können verknüpft werden. Mega!

Contao Camp: The End

Und so ging allmählich ein pickepackevolles Wochenende in der bayrischen Hauptstadt zu Ende. Mit einer bunten Liste an Ideen, die wir dazugewonnen haben und die wir in der Heimat umsetzen werden. Abhaken können wir:

  • Face to Face mit den Core-Entwicklern und Contributoren von Symfony
  • Daumen hoch für unsere Dockerumgebung
  • noch aktiveres Mitspielen in der Community: Contao-Stammtisch olé!
  • Ein neues Gefühl für unserer Know-How: LUPCOM in der Riege der größten deutschen Contao-Agenturen

Die Erkenntnisse flossen zu Hauf und haben den einen oder anderen von uns überrascht. Altogether sind wir stolz wie Bolle über das Level-Up, das wir mitgenommen haben.

Termine Contao-Stammtisch in Rostock

  • 26. Juni 2019, 10–12 Uhr
  • 31. Juli 2019, 10-12 Uhr
  • 28. August, 10–12 Uhr
  • 25. September, 10–12 Uhr

Ort:

LUPCOM media GmbH

Rahnstädter Weg 33

18069 Rostock

Anmeldung unter contao@lupcom.de.